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Grundstückswert ermitteln

So lässt sich der Bodenwert ermitteln

Um den Grundstückswert (auch Bodenwert genannt) genau ermitteln zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Häufig nutzen Immobiliengutachter dafür entweder das Vergleichswertverfahren oder die Wertermittlung mithilfe von Bodenrichtwerten. Wie sich der Grundstückswert berechnen lässt, wann Sie ihn brauchen und mit welcher Berechnungsformel Sie den Grundstückswert ermitteln lassen können, erfahren Sie im Folgenden.

Grundstücke mit ermitteltem Grundstückswert

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Grundstückswert gibt an, wie viel Ihr Grundstück wert ist. Ein anderer Begriff für den Grundstückswert ist Bodenwert.
  • Den Grundstückswert berechnen Immobiliengutachter entweder mit dem Vergleichswertverfahren oder mithilfe von sogenannten Bodenrichtwerten. Diese sind bereits ermittelte Vergleichswerte der Gutachterausschüsse
  • Tendenziell liegt der tatsächliche Grundstückswert ca. 10–20 % über oder unter dem ermittelten Marktwert. Allerdings muss das immer von Fall zu Fall überprüft werden.
  • Möchten Sie für Ihr Grundstück den Bodenwert ermitteln, sollten Sie einen professionellen Immobiliensachverständigen mit der Berechnung beauftragen. Selbst kleinste Rechenfehler wirken sich entscheidend auf das Ergebnis aus.

Was ist der Grundstückswert?

Der Grundstückwert (auch Bodenwert genannt) gibt den Wert Ihres unbebauten Grundstücks an. Es handelt sich also um den Marktwert (Verkehrswert) eines Grundstücks. Beim Ermitteln des Grundstückwerts spielen bauliche Anlagen keine Rolle. Das heißt, Gebäude und Gartenbau wirken sich nicht auf den Grundstückswert aus. Es geht ausschließlich um den Wert des Bodens.

Berücksichtigt wird bei der Berechnung des Grundstückswerts aber, welche Möglichkeiten und Potenziale das jeweilige Grundstück hat, also zum Beispiel die Beschaffenheit des Bodens: Ist er verunreinigt, wirkt sich das wertmindernd auf den Grundstückswert aus. Dies wird über einen merkantilen Minderwert z.B. dargestellt.

Welche Faktoren wirken sich auf den Grundstückswert aus?

Jedes Grundstück hat unterschiedliche Eigenschaften: Manche sind größer, andere kleiner; manche sind besser erschlossen, andere schlechter. Die folgenden Eigenschaften sind für den Wert Ihres Grundstücks bestimmend:

  • Makrolage: In welcher Region oder Stadt befindet sich das Grundstück?
    Die Makrolage gibt an, welcher der Standort des Grundstücks ist, also die Region oder Stadt. So haben Grundstücke in eng besiedelten Städten wie München meist einen höheren Wert als solche in dünn besiedelten Regionen. Wichtige Aspekte sind hierbei zum Beispiel die Infrastruktur oder auch die Kaufkraft der Region oder Stadt, die sich wiederum auf Angebot und Nachfrage auswirken.
  • Mikrolage: Wie ist das unmittelbare Umfeld des Grundstücks?
    Zur Mikrolage zählt die direkte Nachbarschaft Ihres Grundstücks. Ein Grundstück, das in Flughafennähe liegt, ist viel größeren Lärmbelastungen ausgesetzt als eines, das weit davon entfernt ist. Auch Luftverschmutzung, Image oder auch die Entfernungen zu Schulen, Supermärkten, ärztlicher Versorgung und anderen Einrichtungen spielen hierbei eine wichtige Rolle.
  • Grundstücksgröße: Wie groß ist das Richtwertgrundstück?
    In vielen Gemeinden werden für Bodenrichtwertzonen sogenannte Richtwertgrundstücke bestimmt. Diese sind hinsichtlich des Bebauungsmaßes sowie der Größe fest definiert und können bei den örtlichen Gutachtenausschüssen angefragt werden. Sollte das zu bewertende Grundstück signifikant davon abweichen, ist eine Anpassung des Bodenrichtwertes notwendig. Dies kann zum einen über die Angleichung der wertrelevanten Geschossflächen geschehen oder über Umrechnungskoeffizienten der Gutachterausschüsse. Sofern keine Faktoren existieren, werden diese über Interpolierung von einem Sachverständigen für Immobilienbewertung selbst ermittelt.
  • Grundstückszuschnitt/Lageplan: Welche Maße hat Ihr Grundstück?
    Grundsätzlich gilt: Je ungünstiger der Zuschnitt eines Grundstücks ist, desto geringer ist der Grundstückswert. Besonders eine Bebauung an Hanglagen, kann sich negativ auf die Entwicklungskosten des Grundstückes auswirken. Daher werden die Bauherren in diesen Fällen nicht bereit sein, den gleichen Bodenrichtwert zu bezahlen, wie bei vergleichbaren Grundstücken, ohne Hanglage.
  • Bebauungsplan und -vorschriften: Ist die Bebauung des Grundstücks eingeschränkt?
    Für den Wert eines Grundstücks ist entscheidend, welche Bebauungsmöglichkeiten es gibt. Denn je größer diese sind, desto mehr Freiheit bietet das Grundstück einem potenziellen Käufer, weshalb solche Grundstücke prinzipiell mehr wert sind. Welche Bebaubarkeit gegeben ist, verrät der Bebauungsplan, welcher bei den örtlichen Baubehörden einzusehen ist. Die hierbei relevanten Kennziffern sind die sogenannten Baumassezahlen. Diese sind die Grundflächenzahl (GRZ) sowie die Geschossflächenzahl (GFZ). Hierbei bezeichnen diese Werte die Bruttogrundfläche, welche vom Grundstück überbaut werden darf(GRZ). Die GFZ beschreibt hierbei, wieviel Prozent der Grundstücksfläche in die Höhe gebaut werden darf. Falls jemand ein Grundstück kaufen und eventuell bebauen möchte, spielt es beispielsweise eine Rolle, ob es verbindliche Verpflichtungen gegenüber der Baubehörde (sogenannte Baulasten) gibt, welche bei der Ermittlung des Grundstückswerts ebenfalls entscheidend sein können.
  • Erschließungsgrad: Wie gut ist das Grundstück erschlossen?
    Ein Grundstück, das an Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen angeschlossen ist, ist mehr wert als eines, das nur über ein angrenzendes Grundstück Zugang dazu hat. Grundsätzlich ist mit Erschließungskosten von 40-70 € /m² zu Grundstück zu rechnen. Auch die Anbindung an das öffentliche Straßennetz ist hierbei entscheidend. Ist beispielsweise ein Wegerecht eingeräumt, das den Zugang über ein anliegendes Grundstück ermöglicht, kann das den Wert des Grundstücks steigern, welches davon profitiert, und den Wert des Grundstücks senken, welches das Wegerecht einräumt. Für eine Baugenehmigung ist es zwingend erforderlich einen Zugang zu einer öffentlichen Straße nachweisen zu können. Bodenbeschaffenheit und Altlasten: Welche Eigenschaften hat der Boden?

    Die Beschaffenheit des Bodens wirkt sich auch auf den Wert Ihres Grundstücks aus, denn ein verunreinigter Boden voller Ablagerungen und Abfälle hat eine schlechtere Qualität als einer, bei dem es keine Altlasten gibt. Je nachdem, welche Bodenqualität vorliegt, bietet ein Grundstück unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten, was den Bodenwert steigern oder mindern kann. Insbesondere spielt dies bei Wald sowie Agrarflächen eine wichtigere Rolle. In Städten ist der wichtigere Faktor die vom Bebauungsplan vorgeschriebenen Baumassezahlen.
Grundstück mit hohem Grundstückswert

Eine gute Erschließung wirkt sich wertsteigernd auf den Grundstückswert aus.

Welche rechtlichen Grundlagen gelten bei der Berechnung des Grundstückswerts?

Wie der Grundstücks- bzw. Bodenwert ermittelt werden darf, ist in § 16 der Immobilienwertermittlungsverordnung (kurz: § 16 ImmoWertV) geregelt. Demnach ist das Vergleichswertverfahren die maßgebliche Methode, um den Grundstückswert zu bestimmen. Erst wenn es nicht ausreichend Vergleichsdaten gibt, auf die ein Immobiliensachverständiger zurückgreifen kann, sollte die Wertermittlung mit Hilfe der Bodenrichtwerte erfolgen.

In beiden Fällen müssen Immobiliengutachter noch Zu- oder Abschläge einberechnen, um ein präzises Ergebnis zu erzielen. Diese hängen von den Eigenschaften des Grundstücks, aber auch von der aktuellen Marktlage ab. Rechtlich betrachtet ist es wichtig, dass ein professioneller Immobiliengutachter keinesfalls Abweichungen einberechnet, die mehr als 15 % des Durchschnittswerts betragen. In einem solchen Fall sieht die Rechtsprechung vor, ein anderes Bewertungsverfahren anzuwenden.

Bodenwert & Bodenrichtwert: Wo liegen die Unterschiede?

Um den Wert Ihres Grundstücks (auch Bodenwert genannt) realistisch ermitteln zu können, ist es wichtig, ihn vom Bodenrichtwert zu unterscheiden. Denn es handelt sich dabei um zwei verschiedene Werte.

  1. Der Bodenwert (= Grundstückswert): Dieser Wert gilt nach §194 BauGB als der Verkehrswert (Marktwert) eines Grundstücks und spiegelt im Prinzip den bei einem Verkauf zu erzielenden Preis wider. Es handelt sich hierbei also um den Wert des Grundstücks.
  2. Der Bodenrichtwert: Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Lagewerte, die den durchschnittlichen Wert eines Quadratmeters an Grund und Boden in einer bestimmten Bodenrichtwertzone liegen. Ebenso ist der Bodenrichtwert auf ein Richtwertgrundstück mit gewissen baulichen Eigenschaften bezogen. Weder die Immobilie, die sich auf dem Grundstück befindet, noch deren Zustand wird bei der Berechnung berücksichtigt. Es handelt sich demnach um Hilfswerte, die auf real erzielten Verkaufswerten der vergangenen Jahre basieren, welche die örtlichen Gutachterausschüsse sammeln und pflegen. Die berechneten Bodenrichtwerte werden in kleineren Gemeinden circa alle zwei Jahre angepasst, in größeren Städten geschieht dies jährlich.

Berechnung & Formel: Wie lässt sich der Grundstückswert ermitteln?

Den Grundstückswert können Immobiliengutachter auf zwei verschiedene Arten berechnen:

Wichtig dabei: Das Vergleichswertverfahren gilt als Standard für die Wertermittlung des Grundstücks. Erst, wenn nicht ausreichend Vergleichsdaten vorliegen, sollte die Wertermittlung mit Hilfe der Bodenrichtwerte erfolgen.

Gut zu wissen: Ein Grundstück muss grundsätzlich nicht weniger wert sein als eine Immobilie, die darauf steht. Dies wäre gegeben, wenn ein potenzieller Käufer die Immobilie nach Kauf abreißen würde. Der Bodenwert ergibt sich dann aus dem Immobilienwert abzüglich der Abrisskosten.

Grundstückswert ermitteln mit Hilfe des Vergleichswertverfahrens

Das Vergleichswertverfahren gilt nach § 15 ImmoWertV bei der Wertermittlung von Immobilien grundsätzlich als Standard und liefert präzise Ergebnisse. Die Berechnung basiert auf realen Kaufpreisen bereits abgewickelter Immobilienverkäufe einer Stadt oder Region für vergleichbare Immobilien. Das heißt, die Vergleichsimmobilien müssen über ähnliche Eigenschaften verfügen wie das Grundstück, dessen Wert Sie ermitteln möchten. Gibt es hingegen deutliche Unterschiede zwischen den Merkmalen, müssen professionelle Immobiliensachverständige bei der Berechnung des Grundstückwerts Zu- und Abschläge berücksichtigen.

Wichtig: Diese Art der Berechnung ist deutlich komplizierter, aber auch viel genauer als die ausschließliche Berechnung mittels der Bodenrichtwerte. Denn beim Vergleichswertverfahren finden viele verschiedene Faktoren Berücksichtigung, die sich wertmindernd oder wertsteigernd auf den Grundstückswert auswirken. Dazu gehören zum Beispiel der individuelle Zustand des Grundstücks oder auch die Anschließung an das öffentliche Straßennetz.

Formel zur Berechnung des Bodenwerts mit Hilfe des Vergleichswertverfahrens

Wenn Sie den Grundstückswert berechnen lassen und dabei das Vergleichswertverfahren zum Einsatz kommt, erfolgt die Berechnung in zwei grundlegenden Schritten:

  1. Vorläufigen Grundstückswert ermitteln:
    (Kaufpreis der Vergleichsgrundstücke ÷ Fläche der Vergleichsgrundstücke) × Fläche des zu bewertenden Grundstücks = vorläufiger Grundstückswert
  2. Zu- und Abschläge berücksichtigen:
    Vorläufiger Grundstückswert +/– Zu- und Abschläge = endgültiger Grundstückswert

Beispielrechnung zur Ermittlung des Grundstückswerts mit dem Vergleichswertverfahren

Das Grundstück, dessen Wert Sie von einem Immobiliensachverständigen berechnen lassen, hat die folgenden Merkmale:

  • Grundstücksfläche: 200 m²
  • sehr gute Bodenbeschaffenheit und Tragfähigkeit
  • keine bauliche Nutzung
  • erschlossenes Grundstück

Der von Ihnen beauftragte Immobiliensachverständige holt die Vergleichswerte ähnlicher Grundstücke ein, die in den vergangenen Jahren verkauft wurden, und ermittelt einen durchschnittlichen Wert von 908,12 €/m². Diesen Wert multipliziert er anschließend mit der Grundfläche von 200 m² und ermittelt somit einen vorläufigen Grundstückswert in Höhe von 181.624 €. Nachdem er aufgrund der individuellen Eigenschaften des Grundstücks sowie der aktuellen Marktlage noch Zu- und Abschläge einberechnet, ergibt sich ein endgültiger Grundstückwert in Höhe von 185.038 €.

Grundstücke mit verschiedenen Grundstückswerten

Mittels Vergleichswertverfahren lässt sich der Grundstückswert präziser berechnen als mit der reinen Nutzung der Bodenrichtwerte.

Grundstückswert ermitteln mittels Bodenrichtwert

Eine andere Möglichkeit den Bodenwert bzw. Grundstückwert zu ermitteln, besteht darin, die sogenannte Bodenrichtwerte heranzuziehen. Allerdings ist das Ergebnis immer vorläufig, denn Sachverständige für Immobilien müssen abschließend noch Zu- und Abschläge berücksichtigen, um einen realistischen Grundstückswert zu ermitteln.

Wer Bodenrichtwerte einsehen möchte, muss diese beim örtlichen Gutachterausschuss einfordern und dafür häufig auch ein Entgelt zahlen. Weiterführende Informationen erhalten Sie über die Bodenrichtwertinformationssysteme (BORIS) der Bundesländer auf gutachterausschuesse-online.de.

Tipp: Die Immobiliengutachter der Heid Immobilien GmbH übernehmen diese Aufgabe gerne im Rahmen einer Immobilienbewertung für Sie. Die Kosten für die Bodenrichtwerte müssen Sie nicht extra bezahlen, sie sind im Preis inklusive.

Formel zur Berechnung des Bodenwerts mittels Bodenrichtwert

Grundsätzlich orientiert sich die vorläufige Berechnung am Bodenrichtwert sowie der Flächengröße des Grundstücks und wird mit der folgenden Formel ermittelt:

Bodenrichtwert × Quadratmeterzahl = vorläufiger Bodenwert bzw. Grundstückswert

Anschließend nehmen professionelle Immobiliengutachter noch Anpassungen vor, indem sie wertsteigernde und wertmindernde Faktoren bei der Berechnung berücksichtigen. Das Ergebnis ist der endgültige Grundstückswert:

vorläufiger Bodenwert +/– Zu- oder Abschläge = endgültiger Bodenwert

Beispielrechnung zur Ermittlung des Grundstückswerts mittels Bodenrichtwert

Nehmen wir an, der Bodenrichtwert für eine Region liegt bei 613 €/m². Die Grundstücksfläche beträgt 200 m². Anhand der genannten Formel ergibt sich demnach ein Grundstückswert in Höhe von 122.600 €:

803 € pro m² × 200 m² = 160.600 €
Bodenrichtwert   Quadratmeterzahl   Grundstückswert bzw. Bodenwert

Ein entscheidender Aspekt, den die reine Formel für die Berechnung mittels Bodenrichtwert nicht abbildet, ist das aktuelle Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Muss ein Sachverständiger diese Methode anwenden, ist es entscheidend, dass er auf Basis der aktuellen Marktlage die Wertermittlung entsprechend anpasst, um einen realistischen Grundstückswert zu ermitteln:

  • Überwiegt die Nachfrage, muss das Ergebnis nach oben korrigiert werden, das heißt, Zuschläge werden einberechnet. Damit würde der Grundstückswert mehr als 160.600 € betragen.
  • Gibt es aktuell jedoch keine hohe Nachfrage, sondern das Angebot überwiegt, erfolgt die Korrektur nach unten und der Gutachter nimmt Abschläge vor. In diesem Fall würde der endgültige Grundstückswert weniger als 160.600 € betragen.

Wann benötige ich den Grundstückswert?

Der Grundstückswert spielt in den folgenden Fällen eine wichtige Rolle:

Wenn Sie ein Grundstück verkaufen möchten, sollten Sie den Grundstückswert von einem Fachmann ermitteln lassen. Denn dieser kann aufgrund von Erfahrung und lokaler Marktkenntnis verlässlich einschätzen, welchen Preis Sie mit Ihrem Grundstück maximal erzielen können.

Tipp: Bei der Heid Immobilien GmbH haben Sie nicht nur die Möglichkeit, ein passendes Wertgutachten in Auftrag zu geben: Wir bieten Ihnen auf Wunsch auch eine professionelle Immobilienverkaufsberatung an, bei welcher die Erstberatung für Sie unverbindlich und kostenlos ist.

Interessieren Sie sich dafür, ein Grundstück zu kaufen, ist es sinnvoll, seinen Wert erst einmal im Rahmen eines Kurzgutachtens ermitteln zu lassen. Das bietet Ihnen drei wichtige Vorteile:

  1. Sie erhalten eine fachkräftige Einschätzung dazu, wie viel das Grundstück tatsächlich wert ist.
  2. Sie erfahren, wie Sie das Grundstück gewinnbringend nutzen können.
  3. Sie verfügen über eine nützliche Verhandlungsgrundlage im Kaufgespräch, welche Sie in Ihrem Sinne nutzen können.

Wenn Sie sich scheiden lassen und Sie regeln müssen, was mit einem gemeinsamen Grundstück im Rahmen des Zugewinnausgleichs geschieht, sollten Sie einen vereidigten oder zertifizierten Sachverständigen für Immobilien engagieren. Denn dieser kann Sie nicht nur optimal beraten, wenn Sie sich einig sind, das Grundstück verkaufen zu wollen. Sind Sie und Ihr Scheidungspartner sich aktuell uneinig, benötigen Sie im Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung ein gerichtsfestes Verkehrswertgutachten, das Ihnen ein zertifizierter Gutachter ausstellen kann. Nur ein solcher ist von der IHK zertifiziert und kann rechtsfeste Gutachten ausstellen.

Bei der Erbschaft kommt es darauf an, ob Sie alleiniger Erbe oder Teil einer Erbengemeinschaft sind.

Als alleiniger Erbe können Sie entscheiden, ob Sie das Grundstück verkaufen oder behalten möchten. Unabhängig davon müssen Sie aber Erbschaftssteuer an das Finanzamt zahlen. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom Grundstückswert ab. Weil das Finanzamt die Erbschaftssteuer meist zu hoch ansetzt, lohnt es sich, einen professionellen Immobiliengutachter zu beauftragen, der den Verkehrswert bei der Erbschaft präzise ermittelt und Ihnen so eine deutliche Steuerersparnis ermöglichen kann.

Im Falle der Erbengemeinschaft gestaltet sich die Situation ähnlich wie im Fall der Scheidung: Hier kommt es darauf an, ob die Erben sich einig darüber sind, was mit dem Grundstück geschehen soll oder nicht. Kommt es zum Rechtsstreit, benötigen Sie ein gerichtsfestes Verkehrswertgutachten eines vereidigten und öffentlich-bestellten oder zertifizierten Sachverständigen.

Wie im Fall der Erbschaft, müssen Sie bei der Schenkung eines Grundstücks Schenkungssteuer an das Finanzamt zahlen. Auch hier ist der ermittelte Grundstückswert bzw. Bodenwert die Grundlage der Berechnung. Damit die Schenkungssteuer so gering wie möglich ausfällt, lohnt es sich einen zertifizierten Immobiliengutachter mit einer Immobilienbewertung zu beauftragen. Denn Sie benötigen ein gerichtsfestes Verkehrswertgutachten, das Ihnen weder ein freier Immobiliengutachter noch ein Immobilienmakler ausstellen kann.

Expertentipp: Welche Möglichkeiten Sie haben, bei einer Schenkung Steuern zu sparen, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Schenkungssteuer auf Immobilien: 4 Spartipps für Ihre Schenkung“.

Bei einer Zwangsversteigerung setzt das Amtsgericht den Grundstückswert fest. Bei der Versteigerung dient der ermittelte Bodenwert als Bemessungsgrundlage für das Startgebot. Meist liegt dieser jedoch unter dem tatsächlichen Bodenwert, weshalb auch in diesem Fall ein rechtskräftiges Verkehrswertgutachten eine sinnvolle Investition sein kann.

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen möchten und der Bank ein Grundstück als Kreditsicherheit bieten, prüft die Bank den Beleihungswert Ihres Grundstücks. Das ist der Wert, der sich langfristig und unabhängig von Marktschwankungen beim Verkauf einer Immobilie erzielen lässt. Die Bank tut das, um festzustellen, für welchen Preis sie das Grundstück veräußern könnte für den Fall, dass Sie den Kredit nicht zurückzahlen können.

Auf dieser Basis entscheidet sie anschließend über die Kreditkonditionen, die Sie Ihnen bietet. Wenn Sie den Grundstückswert im Rahmen eines Beleihungswertgutachtens ermitteln lassen, verschaffen Sie sich eine optimale Verhandlungsgrundlage für die Gespräche mit dem Kreditinstitut Ihrer Wahl.

Wann sollte ich einen Immobiliengutachter engagieren, um den Grundstückswert berechnen zu lassen?

Ein professioneller Immobiliengutachter erzielt eine präzise Grundstücksbewertung, indem er sowohl den Boden und seine Eigenschaften als auch die aktuelle Marktlage vor Ort bei seiner Berechnung berücksichtigt. Deshalb lohnt es sich, einen Profi zu beauftragen, wenn Sie ernsthaftes Interesse an einem Grundstück haben oder aber Ihr Grundstück nicht unter Wert verkaufen möchten.

Wichtig: Wir raten Ihnen davon ab, eine Grundstücksbewertung eigenständig vorzunehmen. Denn selbst kleinste Rechenfehler können sich entscheidend auf das Ergebnis auswirken. Zudem sollten Zu- und Abschläge ausschließlich auf Basis von Marktkenntnis und Erfahrung einberechnet werden.

Übrigens: Unsere vereidigten Immobiliengutachter sind zertifizierte Profis, die Grundstücke und Gebäude in ganz Deutschland im Rahmen eines Verkehrswertgutachtens oder eines Kurzgutachtens bewerten. Dabei gehen wir grundsätzlich nach dem Vier-Augen-Prinzip vor. Das heißt, dass wir die Berechnungen immer von einem weiteren Experten prüfen lassen, um Ihnen ein verlässliches und solides Ergebnis zu liefern.

Lassen Sie den Grundstückswert ermitteln – von den Immobiliengutachtern der Heid Immobilien GmbH

Wenn Sie einen Grundstückswert verifizierbar ermitteln lassen wollen, empfiehlt es sich, einen seriösen Sachverständigen mit fundierter Marktkenntnis für die Bewertung zu beauftragen, der Ihre Immobilienbewertung rechtskonform vornimmt. Denn nur so erhalten Sie ein aussagekräftiges Ergebnis, das Ihnen eine wertvolle Verhandlungsgrundlage beispielsweise beim Kauf oder Verkauf bietet.

Die Gutachter der Heid Immobilien GmbH überzeugen nicht nur mit verschiedensten Zertifizierungen von TÜV, DEKRA, IHK und weiteren: Wir sichern Ihnen auch eine Festpreisgarantie zu. Das heißt: Unsere Preise sind verbindlich und transparent, es kommen also keine weiteren Kosten auf Sie zu. Daran halten wir uns auch, wenn der Aufwand für uns höher sein sollte als ursprünglich angenommen.

Nutzen Sie die Gelegenheit und sichern Sie sich Ihre kostenlose und unverbindliche Erstberatung: Nutzen Sie dafür einfach unser Kontaktformular oder wählen Sie die Rufnummer 0800/9090 282.

Wir freuen uns auf Sie!

Bild von André Heid
Author:
André Heid
Position:
Geschäftsführer

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