Die Mietverwaltung umfasst alle kaufmännischen, technischen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Aufgaben, die mit der Vermietung und Bewirtschaftung einer Immobilie einhergehen. Sie wird in der Regel von einer Hausverwaltung oder einem Im­mo­bi­li­en­ver­wal­ter im Auftrag des Eigentümers übernommen. Ziel der Mietverwaltung ist es, die Mieteinnahmen zu sichern, die Immobilie wirtschaftlich zu betreiben und den Wert der Immobilie langfristig zu erhalten.

Welche Aufgaben übernimmt eine Mietverwaltung?

Eine professionelle Mietverwaltung übernimmt vielfältige Aufgaben, darunter:

  • Abschluss, Verwaltung und Kündigung von Mietverträgen
  • Erstellung der jährlichen Be­triebs­kos­ten­ab­rech­nung
  • Überwachung der Mietzahlungen und Mahnwesen bei Rückständen
  • Koordination von Reparaturen und In­stand­hal­tun­gen
  • Kommunikation mit Mietern, Handwerkern und Dienstleistern
  • Überprüfung und Anpassung der Miete an die Mietspiegel oder gesetzliche Vorgaben
  • Erstellung von Mietstatistiken und Wirt­schafts­plä­nen

Darüber hinaus kümmert sich die Mietverwaltung oft um die Neuvermietung leerstehender Einheiten, führt Woh­nungs­ab­nah­men durch und organisiert Besichtigungen. Die Verwaltung kann sowohl für Wohnimmobilien als auch für Gewerbeobjekte erfolgen.

Was ist der Unterschied zwischen Hausverwaltung und Mietverwaltung?

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, bezeichnen aber nicht immer dasselbe. Eine Hausverwaltung kann sowohl die Mietverwaltung (für vermietete Objekte) als auch die WEG-Verwaltung (für Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten) übernehmen. Die Mietverwaltung ist also ein Teilbereich der Hausverwaltung, der sich gezielt auf das Management von Mietobjekten konzentriert. Der Aufgabenbereich erstreckt sich von der Mietbuchhaltung bis zur Instandhaltung.

Wann ist eine Mietverwaltung sinnvoll?

Eine Mietverwaltung lohnt sich insbesondere, wenn

  • der Eigentümer mehrere Wohnungen oder Häuser besitzt,
  • die Immobilie nicht am eigenen Wohnort liegt,
  • die Verwaltung zeitaufwendig oder rechtlich komplex ist,
  • oder wenn professionelles Know-how im Mietrecht und im Rechnungswesen gefragt ist.

Gerade bei Immobilien als Kapitalanlage entlastet eine Mietverwaltung den Eigentümer erheblich und sichert eine konstante Er­trags­ent­wick­lung.

Welche Kosten entstehen für eine Mietverwaltung?

Die Kosten für eine Mietverwaltung hängen von der Objektgröße, dem Ver­wal­tungs­um­fang und der Region ab. Üblich ist eine monatliche Pau­schal­ver­gü­tung pro Einheit. Zusätzliche Leistungen, etwa Neuvermietung, Mo­der­ni­sie­rungs­ko­or­di­na­ti­on oder gerichtliche Vertretung, werden üblicherweise separat abgerechnet.

Hinweis: Eine transparente Kos­ten­auf­stel­lung im Ver­wal­ter­ver­trag schützt vor späteren Miss­ver­ständ­nis­sen. Seriöse Verwaltungen legen alle Zu­satz­leis­tun­gen offen.

Welche rechtlichen Grundlagen gelten für die Mietverwaltung?

Die rechtliche Grundlage bildet der Ver­wal­ter­ver­trag zwischen Eigentümer und Mietverwalter.

Dieser regelt:

  • den genauen Leistungsumfang,
  • die Vergütung,
  • die Haftung,
  • und die Laufzeit der Vereinbarung.

Mietverwalter müssen gemäß Gewerbeordnung (§ 34c GewO) über eine behördliche Erlaubnis verfügen und sich regelmäßig fortbilden. Darüber hinaus gelten die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), insbesondere im Miet- und Vertragsrecht.

Wie finde ich eine gute Mietverwaltung?

Eine gute Mietverwaltung erkennt man an Fachkenntnis, Transparenz und Zuverlässigkeit. Eigentümer sollten darauf achten, dass:

  • eine § 34c-GewO-Erlaubnis vorliegt,
  • Referenzen oder Kun­den­be­wer­tun­gen vorhanden sind,
  • die Verwaltung regelmäßig berichtet und digital arbeitet,
  • und ein klarer, schriftlicher Vertrag mit Leis­tungs­be­schrei­bung besteht.

Tipp: Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die Re­ak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit, Erreichbarkeit und die Art der Kommunikation. Ein persönliches Kennenlernen vor Ver­trags­ab­schluss hilft, Vertrauen aufzubauen und sicherzustellen, dass die Verwaltung zum eigenen An­for­de­rungs­pro­fil passt.